Rendite ist nur die halbe Wahrheit – erst im Verhältnis zum eingegangenen Risiko lässt sich beurteilen, wie gut dein Portfolio wirklich aufgestellt ist. Unter Analyse findest du im Bereich Risiko vier Auswertungen, die dir zeigen, wie stark dein Portfolio schwankt, wie tief es in der Vergangenheit gefallen ist und ob deine Positionen ein gutes Rendite-Risiko-Verhältnis liefern. Dieser Beitrag erklärt, was jede Ansicht aussagt.
Hinweis: Der Reiter „Risk/Return" ist in jedem Abo verfügbar. „Drawdown", „Volatilität" und „Rollierende Volatilität" sind Premium-Funktionen und mit einem Investor- oder Expert-Abo freigeschaltet.
1. Risk/Return
Das Risk/Return-Diagramm zeigt das Verhältnis von Rendite und Risiko deiner Positionen. Jeder Punkt steht für ein einzelnes Investment, die Raute für dein Gesamtportfolio. Über die Zeitraum-Auswahl oben rechts kannst du zwischen 1, 3 und 5 Jahren wechseln.
- X-Achse (horizontal): die annualisierte Volatilität über den gewählten Zeitraum – ein Maß dafür, wie stark die Wertentwicklung geschwankt hat. Je weiter rechts ein Punkt liegt, desto höher das Risiko.
- Y-Achse (vertikal): die annualisierte Rendite über den gewählten Zeitraum – die durchschnittliche jährliche Wertentwicklung. Je höher ein Punkt liegt, desto besser.
Ideal liegen Positionen also möglichst weit oben links: hohe Rendite bei geringem Risiko.
2. Drawdown
Der Drawdown-Chart zeigt, wie stark dein Portfolio in der Vergangenheit gegenüber seinem jeweils vorherigen Höchststand nachgegeben hat. Anders gesagt: Wie tief ist dein Vermögen zwischenzeitlich unter das letzte Allzeithoch gefallen? Damit erkennst du die maximalen Verluste deiner Investments und kannst besser einschätzen, welche Rückschläge du in schlechten Börsenphasen aushalten musst. Über die Zeitraum-Auswahl lässt sich die betrachtete Periode anpassen.
3. Volatilität
Die Volatilität misst, wie stark die Wertentwicklung deines Portfolios um ihren Mittelwert schwankt – sie ist die klassische Kennzahl für das Risiko einer Anlage. Je höher die Volatilität, desto größer sind die Ausschläge nach oben wie nach unten. Der Portfolio Tracker ordnet deine Positionen dabei in Risikostufen ein: Niedrig, Moderat und Hoch (bzw. Keine Klassifizierung, wenn keine Daten vorliegen). So siehst du auf einen Blick, welche Werte dein Portfolio besonders schwanken lassen.
4. Rollierende Volatilität
Während die einfache Volatilität einen einzelnen Wert für den gesamten Zeitraum liefert, zeigt die rollierende Volatilität ihre Entwicklung im Zeitverlauf: Für jeden Zeitpunkt wird die Schwankungsbreite über ein zurückliegendes Zeitfenster berechnet und als Linie dargestellt. Dadurch erkennst du, ob dein Portfolio zuletzt ruhiger oder unruhiger geworden ist und in welchen Phasen das Risiko besonders hoch war.